Wildkräuter sammeln und kochen – Projekt von Wildekultur

Genauer gesagt, heißt es: Wald- & Wiesenküchen Treffen. An einem eisigen Samstag Ende November haben sich immerhin fünf Menschen in die raue Natur gewagt, um dort über einem Feuer die selbst gesammelten Wildkräuter zuzubereiten.

Fünf Leute erscheinen dir vielleicht nicht viele, doch muss man dazu sagen, dass das  das zweite Treffen seiner Art war und schon knapp dreißig und immer mehr interessierte Menschen zusammengeführt hat. An besagtem Samstag Mittag also waren es gerade mal 1°C, etwa drei Zentimeter Schnee bedeckten die Erde und wir trafen uns in Freiburg Kappel am Waldrand an einer Feuerstelle.

Feuer machen - Wildkräutertreffen

Feuer machen – Wildkräutertreffen // Foto-Credit: Johanna Hellmann

Mitgebracht haben wir eigenes Holz, Gemüse aus dem Garten oder gerettetes Gemüse von den Foodsavern. Auch Trinken, Sitzunterlagen, Geschirr, ein Sammelkörbchen, einige Fachliteratur zum Austausch hat jeder mitgebracht und von einer Hühne- Halterin gab es on top noch frische Eier. Außerdem gab es zweierlei Brot-Teig, die für Pfannen-Brot oder Fladen-Brot oder auch Stock-Brot sehr gut geeignet sind. Außerdem Kräuterquark und Knoblauch-Butter als Dip. Die Rezepte findest du am Ende des Beitrags.

Nachdem wir, wie echt Outdoor-Profis, Feuer in der dafür vorgesehenen Feuerstelle entfacht haben, haben wir Kürbis, Kartoffel, Zwiebel und Wurzelgeüse klein geschnippelt und als Eintopf aufgesetzt. Etwas aufgewärmt gingen anschließend die Damen los, um die Umgebung zu erkunden. Die Herren bewachten das Feuer 😀 Natürlich gibt es hier keine klare Rollenverteilug und jeder darf das machen, was er gerade eben am liebsten tun möchte.

Kartoffel-Kürbis-Eintopf

Kartoffel-Kürbis-Eintopf // Foto-Credit: Johanna Hellmann

So, man darf sich nun vorstellen: Wir drei Frauen stapfen also mit unseren Körbchen unterm Arm los und schauen, ob und welche Wildkräuter wir wohl finden werden. Das wiederum viel uns nicht allzu schwer. Eine größere Frage war da eher: wollen wir vom direkten Wegrand sammeln oder nicht?
Unsere Ausbeute: Brennnesseln, Gundermann, Vogelmiere und Sauerklee

Wildkräuter, Gundermann, Brennnessel, Vogelmiere, Sauerklee

Wildkräuter, Gundermann, Brennnessel, Vogelmiere, Sauerklee //Foto-Credit: Johanna Hellmann

 

Die Brennnesseln haben wir angebraten und mit den frischen Hühnereiern zu einer leckeren Ei-Brennnessel-Einlage für den Eintopf verarbeitet. Die anderen essbaren Wildkräuter haben wir zu einem Teil als Würzung zum Eintopf gegeben, zum anderen in einen Kräuterquark gemischt.

Beim Essen haben wir frischen Tee gesüffelt, den Stefan von Wildekultur auf seinem selbstgebauten Gas-Mini-Feuerchen für uns gebrüht hat.

Feuerchen auf selbstgebautem Gasgriller

Stefan mit seinem selbstgebauten Mini-Gas-Herd // Foto-Credit: Johanna Hellmann

 

Kurzum: Es war ein toller Nachmittag, wir haben uns super viel ausgetauscht und könne das nächste Treffen kaum erwarten. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann wende die doch an Nadine von Wildekultur direkt.

 

REZEPTE:

Fladenbrot:

  • 1/3 Dinkelmehl
  • 2/3 Vollkornmehr
  • 1/2 frische Hefe
  • etwas Milch
  • Agavensirup
  • Salz
  • Leinöl
  • Olivenöl
  • ggf.: Brennnesseln

Zubereitung:

Ich bereite aus diesen Zutaten einen normalen Hefeteig zu. Sprich: ich mische das Mehl zu etwa 400 Gramm Mehl zusammen, erhitze die Milch leicht und brösel Hefe hinein. Diese verrühre ich bis sie sich ausgelöst hat und gebe einen Teelöffel Agavensirup hinzu. Die flüssige Masse gebe ich über das Mehl und verknete es. Dann ergänze ich mit 1-2 Esslöffeln Leinöl und Olivenöl und etwas Salz und knete daraus einen Hefeteig. Sollte noch Flüssigkeit fehlen, gebe ich lauwarmes Wasser hinzu. Wer seinem Teig noch mehr Würze verleihen möchte, kann es wie Nadine von Wildekultur machen und frische oder getrocknete Brennnesseln kleingeschnitten in den Teig geben.

Knoblauch-Butter / Kräuter-Butter:

  • Sahne
  • Knoblauch
  • Kräuter
  • Salz

Ich gebe die Sahne in ein Schraubglas und etwas Salz hinzu. Für Knoblauch-Butter schneide ich etwa eine Knoblauch-Zehe klein und gebe sie hinzu. Für Kräuter-Butter eben entsprechende Kräuter oder Wildkräuter. Lecker schmecken Petersilie oder Salbei, aber auch Giersch oder Gundermann machen sich fein in Butter. Dann heißt es schütteln und zwar so lange, bis die Sahne sich zu einem Butterklumpen formt. Das kann schon mal 5 – 10 Minuten in Anspruch nehmen.

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Zutaten Kräuter-Butter// Foto-Credit: Johanna Hellmann

Brot-Fladen

Brot-Fladen // Foto-Credit: Johanna Hellmann

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