Voll Bio! Meine Gurke

Eine Gurkenpflanze ist etwas heikel im Anbau. Zumindest für mich. Sie benötigt in der Zeit der Fruchtbildung, also gerade im Sommermonat Juli viel Wasser. Dünger soll sie laut Garten-Profis auch bekommen. Aber da ist meine Haltung ganz klar: Chemie muss nicht!

Mit der gewöhnlichen Salat-Gurke experimentiere ich nun im zweiten Jahr und ich muss sagen: In diesem Jahr steht die Pflanze deutlich besser, als im vergangenen. Auf meinem Hügelbeet mit lockerer Erde und stetiger Feuchtigkeit in den tieferen Erdschichten wächst eine kleine Gurken-Pflanze. Ich habe sie zugegebener Maßen als kleine Pflanze schon gekauft, da ich die Aussaat zeitlich versäumt habe. Beim Kauf halte ich mich an regionale Betriebe, die auf biologisches Gärtnern Wert legen. (Gekauft habe ich bei Sauters in Gundelfingen)

Auf dem Hügelbeet ist es wunderbar warm und sonnig. Da der gesamte Garten in einer Art Senke liegt, ist es selbst auf dem Hügelbeet leicht windgeschützt. An zwei Stangen ranken sich die Triebe der Pflanze empor… okay, eher entlang, denn ich habe ihr nicht rechtzeitig Halt gegeben, also kriecht sie eher am Boden entlang und wächst nur teilweise aufrecht. Aber das tut der Pflanze rein gar nichts. Die Blätter haben sich gut entwickelt und auch die ersten gelben Blütensterne liesen nicht lange auf sich warten. Ein paar Wochen später: ENDLICH! Die ersten Mini-Fruchtansätze!

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Dann konnte ich die Gurke beim Wachsen nicht weiter beobachten, die Pflanze nicht gießen und nicht düngen (das tu ich eh nie – würde aber unter diversen Umständen anderen Menschen dazu raten) Ich war schätzungsweise ganze zwei Wochen nicht im Garten und hatte schon die Befürchtung, die Pflanze sei in der Sommerhitze wegen mangelnden Wassers eingegangen. Doch weit gefehlt! Ich kam zurück und siehe da: eine ordentliche Gurke hängt am Zweig!

Dort durfte sie noch eine Woche weiter reifen, wurde aber kaum größer. Daher hat mein Freund sie kurzerhand geerntet. Nach einer kleinen Kost-Probe, ob die Gurke evtl. sauer sei, mussten wir feststellen, dass sie wirklich saftig und schmackhaft war. LECKER! Zum Abendessen gab es fast die ganze Gurke direkt dazu.

Noch immer bilden sich kleine Fruchtansätze an der Gurkenpflanze und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich in diesem Gartenjahr noch eine weitere Frucht ernten kann.

Mein Fazit ist eindeutig: ich habe nichts getan, außer der Pflanze ab und an gut zugeredet und die Frucht auf einem umgedrehten Pflanztopf liegend, reifen lassen, damit sie die Pflanze nicht zu stark belastet. Ich habe kaum zusätzlich gegossen (nur in der Wachstumsphase der Triebe selbst) und nicht gedüngt. Die Gurke ist nicht bitter, nicht sauer und eben voll bio! Logisch, bei dieser Anbau-Methode…

 

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2 Comments

  1. hansearte

    31. August 2017 at 9:04

    Hi Johanna,
    ich habe es in diesem Jahr zum ersten Mal mit Gurken versucht. Methodisch gesehen hab ich es genau so gemacht wie du: einfach mal wachsen lassen 😉 Und das ging eigentlich ganz gut. Nächstes Jahr werde ich etwas früher und besser beim Klettern behilflich sein. Zudem kam dann irgendwann auch etwas Mehltau. Aber dennoch: das waren die besten Gurken meines bisherigen Lebens 🙂
    Beste Grüße
    Björn

    1. garteneuphorie

      31. August 2017 at 23:21

      Hi Björn!
      Das klingt doch nach einem guten Plan.
      Ohja, die Gurke war sooo lecker!
      Grüße zurück
      Johanna

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