Manchmal hat man das Gefühl, dass das Jetzt nur ein Dazwischen ist. Sei es das Wetter zwischen zu heiß und genau richtig im Sommer. Oder wenn man mit seiner Arbeit noch nicht ganz fertig ist und denkt „Nein, noch etwas fehlt. Das ist nur ein Zwischenschritt.“ Es können solche kleinen Momente im Leben sein, in welchen man das Dazwischen spürt, um es weiß. Doch leider schleicht sich das Dazwischen sehr häufig in unsere Leben ein und ist dann vielmehr als dieser kleine Moment. Doch wir sind blind, spüren das Dazwischen nicht, wissen nicht wirklich, dass es da ist. Oder wir haben keine Zeit, inne zu halten und es zu vernehmen. Ich glaube nicht, dass es uns nur einmal so ergeht. Ich glaube auch nicht, dass sich das Dazwischen auf unser ganzes Sein und Tun überstülpt. Nein, ich denke, dass es immer ein Dazwischen gibt. Aber es gibt auch immer ein Jetzt.

Sind dein Dazwischen und Jetzt im Einklang?

Ich beantworte diese Frage hier einmal offen und ehrlich für mich mit: „Nein, leider nicht ganz.“ Es gibt so vieles, was früher im Dazwischen war und jetzt so deutlich im Jetzt ist, dass es schon etwas unglaublich für mich erscheint. Aber auf der anderen Seite sind dann ein paar wichtige Dinge im Dazwischen. Aber vielleicht nochmal zur Erklärung. Dazwischen heißt nicht sofort vollkommen schlecht. Es bedeutet nur, dass etwas ungeklärt, unfertig, nicht vollkommen ist, beziehungsweise sich so anfühlt. Daraus resultiert ein Ungleichgewicht. Was wiederum andere Folgen hat. (Bei jedem ist das auch etwas anders.)

Horch in dich hinein und entdecke dein Dazwischen

Es gibt viele Wege sein Dazwischen aufzudecken. Einer wäre, sich Fragen zu stellen, die einen selbst betreffen, wie „Wie fühle ich mich aktuell“, „Wie fühle ich mich morgens?“ „Gibt es etwas, das mir Sorgen macht?“ „Was macht mir besonders Freude?“ und so weiter und so fort. Ein andere Weg ist es, den Tagesablauf einmal durchzugehen. Oftmals gibt es hier schon Punkte, wo einem das Dazwischen auffällt. Zum Beispiel: Nicht an jedem Morgen Frühstücken, der Fokus liegt zu sehr auf der Arbeit, man kommt zu etwas bestimmten nicht mehr, oder bei diesem speziellen Thema fühlt man sich direkt unwohl.

 

Das Dazwischen zum Jetzt machen

Vor allem, wenn man im Ungleichgewicht ist, etwas unzufrieden, überarbeitet, gestresst, genervt oder vollkommen abgeschlagen. Dann ist es wichtig, sich von seinem Dazwischen zu lösen. Denn es kommt aus einem selbst und wird von niemandem aufgezwungen. Ich möchte beispielsweise bewusster leben. Mich auch auf mich besinnen und mir diese Zeit nehmen, damit es mir gut geht. Ich gebe zu, es fällt nicht sehr leicht das Dazwischen umzuwandeln. Vor allem dann, wenn man es schon jahrelang mit sich rumträgt. Mit Unterstützung aber, ist das Schritt für Schritt möglich. Sei es durch Freunde, die Familie, einem Haustier, Therapeuten, Baum, gutes Wetter oder Sonstiges. Wichtig ist voran zu gehen und nicht mehr bei Dazwischen stehen zu bleiben. Dann kann man es auch zu seinem Jetzt umwandeln. Einem Jetzt mit dem man nicht nur gerne lebt, sondern auch zu einem Jetzt mit dem es so leicht fällt, dass es vollkommen zu dir gehört.

 

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