Blumenzwiebeln pflanzen: Ein heikles Spiel

Blumenzwiebeln von Frühlingsblüher sollen bekanntlich im Herbst in die Erde gesetzt werden. Im kommenden Frühling wollen wir uns an Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen in vielen bunten Farben im Garten erfreuen. Dies ist das erste Gartenjahr indem wir Blumenzwiebeln direkt in unseren Garten auf 850 Höhenmetern setzen. In den vorherigen Jahren haben wir hin und wieder einzelne Zwiebelchen in die Wiese um unsere Wohnung herum gesteckt, aber den Garten an sich ließen wir bisher aus.
Der Grund: Der Garten liegt in einer kleinen Senke und der Schnee und das Eis bleiben sehr lange im Garten liegen. Außerdem leben eine Menge Mäuse dort und wir wollten das Risiko nicht eingehen, Frühlingsblüher zu verlieren.

Nunja diese Gründe sind noch immer aktuell, denn an der Lage und auch an der Menge an Mäusen haben wir nichts geändert. Doch irgendwann übergeht man einige Argumente gegen Frühlingsblüher und will es eben doch praktisch austesten. So wir in diesem Jahr. Wir erhoffen uns dadruch, dass bereits im Frühjahr im einige Blumen im Garten blühen, wenn der Schnee wegtaut und dass die ersten Insekten direkt Nahrung finden können.

In unseren Höhenlagen ist es natürlich ein heikles Spiel den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um Blumenzwiebeln zu setzen. Im Herbst 2016 lag bereits am 07. November eine dicke Schneeschicht im Garten, die einige Wochen später erst wieder getaut ist. Darum haben wir uns in diesem Jahr in der letzen Oktober-Woche an die Arbeit gemacht und ca. 65 Zwiebeln in die Erde gesteckt. Zum Glück! So hatten wir noch drei Wochen bis zum ersten Schneefall und viel liegen geblieben ist bei uns noch nicht. Derzeit sind wir direkt an der Schneegrenze.

Zurück zum heiklen Blumenzwiebeln setzen: Nachdem wir für alle Zwiebel den richtigen Standort auserkoren hatten, fingen wir an Löcher zu stechen. Die Zwiebeln werden mit der Spitze nach oben in das Pflanzloch gesetzt. Das ist bei manchen nicht so einfach zu erkennen, wie bei anderen, aber nach genauem Hinschauen erkennt man die korrekte Seite. Anschließend werden die Blumenzwiebeln mit humusreicher Erde bedeckt und sanft angedrückt. Zum Abschluss noch gut angießen!

Sinnvoll wäre wohl ein Mäuseschutz gewesen, dazu kann man einfach Hasendraht ins Pflanzloch legen. In einer Tütenform versteht sich, so dass die Zwiebelblume von allen Seiten gut geschützt ist. Nach oben hin kann sie frei gelassen werden, aber auch das Verschließen stellt kein Problem dar, weil die Pflanze locker da durch wachsen kann. Dieser Drahtkorb schützt auch vor Wühlmäusen – sicherlich klug, aber jetzt sind die Zwiebeln gesetzt und wir werden uns im Frühjahr überraschen lassen, ob und was blühen wird. Drückt uns die Daumen

Der richtige Zeitpunkt Blumenzwiebeln in Gärten in Höhenlagen zu pflanzen ist schwierig abzupassen

Auf welche Blüher wir im Frühjahr hoffen:

Tipps fürs Blumenzwiebeln setzen:

Wichtig in jeden Garten ist, wenn man neue Blumenzwiebeln kauft, sie so zeitnah wie möglich in die Erde zu pflanzen. Außerdem sollte der Standort richtig gewählt werden. Die meisten Frühlingsblüher bevorzugen offene und sonnige Lagen. Bei einigen Zwiebelblumen ist es relevant die richtige Pflanztiefe zu wählen (steht auf der Packung), bei einigen anderen jedoch ist es nicht notwendig genau nachzumessen, denn die Zwiebeln können sich mit sogenannten Zugwurzeln in ihrer Höhenlage auch selbst regulieren.

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4 Comments

  1. marinasgarten

    19. November 2017 at 23:26

    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass alle deine Frühlingsblüher schön erblühen. Das mit dem Hasendraht habe ich auch schon in meinem letzten Garten gemacht. Dort hatte ich auf einmal sehr viele wühlmäuse. Es war schrecklich😔 am liebsten mochten Sie bei mir Tulpen und Krokusse. Im Herbst hab ich mal zugesehen, wie eine 1meter hohe Herbstanemone vor meinen Augen in der Erde verschwand. Ich war wie angewachsen vor lauter Schreck. Ich hörte das Knabbern und die herbstanemone wurde immer kleiner. Einfach furchtbar.
    Ein Tipp: Wühlmäuse mögen keine Kaiserkronen.
    LG Marina

    1. garteneuphorie

      20. November 2017 at 10:25

      Huhu Marina,
      ich bin auch gespannt. Jetzt aber muss ich als nächstes das Vogelhäuschen reparieren, denn mit dem Schnee kam auch ein Sturm und er hat es nicht nur umgeworfen, sondern entzweit. :/
      Liebe Grüße Johanna

  2. NeuesIch(t)

    20. November 2017 at 7:35

    Hallo. Eine gute Idee, zusätzlich für einen Bienen- und Insektenfreundlichen Garten noch Blumenzwiebeln zu setzen. Da habe ich auf dem Rasen auch noch etwas Platz frei. Kannst Du auf Anhieb sagen, welche Sorten besonders Insektenfreundlich sind? Dann werde ich mich wohl diese Woche noch umschauen und auch aktiv. Noch ist es bei uns recht mild und es sollte noch nicht zu spät sein – Dem Klimawandel sei Dank 🙁

    1. garteneuphorie

      20. November 2017 at 10:22

      Hello NeuesIch(t)
      Ich kann Krokus empfehlen, der auch sehr gut von Honigbienen angenommen wird und Februar-März blüht, außerdem: Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausternchen, Narzissen, Traubenhyazinthen und Wildtulpen. Viel Spaß beim Verbuddeln und Grüße
      Johanna

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