“Garteneuphorie” und “Gartenglück” liegen zumindest namentlich betrachtet ja schon recht beieinander. Doch liegt der Garten der lieben Katharina eingebettet in die herrliche Landschaft Tirols und nicht im Schwarzwald. Mein Interesse war geweckt und ich fragte für ein erstes Kennen-Lernen bei Gartenglückblog an, ob sie auf ein digitales Interview einmal vorbeischauen möchte. Einladung angenommen und schwupps haben wir uns getroffen. Naja mehr oder weniger … aber ihr kennt das sicherlich. Katharina hat außerdem wundervolle Bilder mitgeschickt.

Interview mit Gartenglückblog

Am liebsten würde ich mit Katharina nun auf der Steinbank im Garten sitzen und bei einer Kräuter-Limo mit ihr über den Garten, Natur und Alltag quatschen. Aber das geht derzeit leider nicht. Am besten stellt
sich die Gartenbloggerin von Gartenglückblog einmal selbst vor:

Ich bin Katharina, 30 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Tirol! Ich liebe es, Mitten in den
Bergen zu wohnen – dort, wo andere Urlaub machen. Ich bin verheiratet und bald 2-fache Mama! Zu
unserer Tochter Marie (19 Monate) gesellt sich Ende März ein weiteres Geschwisterchen und wir
freuen uns schon riesig auf den Familienzuwachs! So wird der Garten auch von unseren Kindern
belebt – was gibt es schöneres?

Wo ist dein Lieblings-Platz im Garten?

Die Bank vor dem Haus unter dem Bogen mit der Kletterrose. Von dort aus habe ich den ganzen
Garten im Überblick und kann mir die Nachmittagssonne auf die Nase scheinen lassen. Wir genießen
oft eine Tasse Kaffee an diesem Platz und besprechen das Geschehene vom Tag.

Welche Jahreszeit findest du am schönsten?

Den Frühling! Ich liebe es, wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und alles so schnell grün
wird!

Wie bist du zum bloggen gekommen?

Eigentlich ganz spontan – ich war gerade in Elternzeit für mein erstes Kind und dachte mir „wenn
nicht jetzt, wann dann?“ So hab ich mich ein paar Stunden/Tage hingesetzt und einen Blog eröffnet.
Das Ganze ging eher ziemlich ungeplant los und ich belasse es auch noch heute dabei, dass sich der
Inhalt des Blogs und auch des Instagram Accounts einfach durch unser Leben als Familie im Garten
ergibt. Deshalb findet man auch das ein oder andere Rezept, DIY Projekt oder „Inhalte zum Leben mit
Kindern“ auf dem Blog.

Auf welchen deiner Beiträge bist du besonders stolz?

Den Blick über den Gartenzaun in den Garten meiner Eltern – dort wo meine Leidenschaft zum
Garteln begonnen hat. Meine Eltern haben ein „wildes“ Paradies geschaffen – mit vielen
Blütenpflanzen und Nutztieren wie Hühnern und Bienen! 

Hast du einen geheimen Garten-Tipp, den du uns verraten willst?

Leider fällt mir kein ultimativer Tipp ein…. Wenn, dann kann ich wohl von anderen viel lernen! Mein
Tipp für den Garten ist: GENIESSEN! Auch wenn nicht immer alles glatt läuft oder so gedeiht, wie
erwartet, sollte man die Natur genießen und daraus lernen.

Würdest du uns noch mehr zu deinem Garten erzählen?

Ich bin sehr heimatverbunden und habe daher auch gemeinsam mit meinem Mann Robert 2014
unseren Traum vom Haus hier in unserer Heimat Tirol verwirklicht. Wir haben ein 630 qm großes
Grundstück in herrlicher, unverbaubarer Lage erworben und uns darauf ein Massivholzhaus in
moderner Architektur errichten lassen. Uns war besonders wichtig, dass wir unseren Wohnraum in die
Umgebung und die Natur eingliedern: so ergibt sich vom Bett der Blick zum Berg oder die riesige
Glasfront in der Küche, wo man glaubt beim Kochen Mitten im Freien zu stehen!

Zur Gartenarbeit wurde ich bereits als Kind von meinen Eltern herangeführt. Damals hat es oft
ziemlich genervt, als wir zum Beispiel bei der Kartoffelernte mithelfen mussten – doch heute bin ich
ihnen genau für diese Erfahrungen dankbar, denn sie haben mich geprägt in meinem Verständnis und
dem Umgang mit der Natur und der Wertschätzung der Lebensmittel. Sobald wir in unser Haus
eingezogen waren und mit dem Anlegen des Gartens begonnen haben, wurde die in mir
schlummernde Affinität zum Garteln geweckt und begleitet mich jetzt seit 3 Jahren sehr intensiv. Ich
habe viel gelesen, vieles ausprobiert und bin noch lange nicht fertig mit dem Lernen über die Natur
und dem Verwirklichen vieler Ideen in unserem Garten.

Mein Mann und ich legen sehr viel Wert auf regionale und gesunde Lebensmittel, kochen beide sehr
gerne und viel und lieben es, neue Rezepte auszuprobieren. Somit gehört natürlich auch das Anbauen
von eigenem Obst und Gemüse in unserem Garten dazu.

Neben dem Nutzgarten erfreuen wir uns natürlich auch an den optischen Schönheiten, welche die
Natur hervorbringt und somit gibt es bereits eine große Sammlung verschiedenster Blumen, Stauden
und Sträuchern in unserem Garten. Immer im Hinterkopf haben wir dabei die Eignung der Pflanzen für
die heimische Tier- und Insektenwelt. So gibt es zum Beispiel bereits einen Streifen „wilder
Bienenblumenwiese“ und heuer haben wir uns – besonders den Vögeln zu Liebe – einen
Zierapfelbaum und eine Kornelkirsche angeschafft, sodass auch die Vögel im Herbst gut mit Früchten
und Futter versorgt sind.

Noch ein paar hard facts zu unserem Garten: auf 540 m Seehöhe gelegen, das Grundstück inkl. Haus
ist 630 qm groß, ziemlich flach und nach vorne hin mit einem kleinen Bach inklusive Schilfgürtel
begrenzt. Unser Garten hat weder einen Schwerpunkt noch ein Thema, sondern wird über die Jahre
hinweg wachsen, entstehen und sich wieder verändern.

 

 

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